Saturday, September 4, 2010

Abschiedsfeier in Dortmund

Nazi-Aktions-Woche, Bambi und warum Dave nun nur noch grün tragen darf.



Wenn man versucht mit Kind und Kegel seinen Abschied zu feiern, kommt es desöfteren vor, dass Kind und Kegel terminlich auf Kriegsfuss stehen. So ist es nicht weiter verwunderlich, wenn man sich dann dazu entscheidet zwei Abschiedsfeiern zu schmeißen... wir haben's ja... das Fünkchen Wahnsinn.
Also hob!- ab in die zweite Wahlheimat! Doch hoppla, das Informationszentrum El Emka meldet:  "Ab heute für Sie: Nazi-Aktions-Wochen"
Nein, das heißt nicht etwa, dass man zwei für einen kriegt - wer will das schon -. Viel mehr bedeutet das: lustige schwarze Menschenlein, viele Deppen und noch mehr Verkehrschaos. Doch als braves Dortmundererziehkind folgte ich artig der mütterlichen Anordnung und verkrümelte mich schleunigst in die U-Bahn. Einige Minuten, und viel chinesischen Essen, später war ich dann auch angekommen - beim legendären Entenabend. (Wer glaubt, dass dort auch einige Enten zu Schaden gekommen sind, liegt damit vollkommen richtig.) Diese institutionelle Freitagabendzusammenkunft bringt einem nicht nur einen vollen Magen, sondern auch einigen Mitmenschen Kopfschmerzen, aber sei's drum, nicht nur Fische müssen schwimmen.
Irgendwann im Laufe des Abends trafen dann auch die Karlsruher- und Augsburgerfraktion ein. Frisch gestärkt gab es die Auflösung des Rätsels "Mission: Copyshop". Die Mission selbst stellte sich wohl als gar nicht so trivial raus wie man vielleicht denken mag. Da man a) nicht nur Opfer seiner selbst und des Terminplans ist, sondern b) auch mit der sagenumwobenen Spezies des Copyshop-Angestellten zu tun bekommt. Diese, zumeist sehr putzige, Kreatur scheint bei Zusammenstoß mit Informatikern ein recht sonderliches Ritual zu vollziehen.

  • Schritt eins: vorsichtiges Beschnüffeln in Form einer Begrüßung
  • Schritt zwei: ungläubiges Entsetzen gegenüber der Audiospur, die grade die eigenen Lauscher erreicht hat
  • Schritt drei: reflexartiger Protest, bei dieser Phase werden abstruse und völlig banale Problematiken aufgeworfen, aber es hilft alles nichts..1
  • Schritt vier: bedingungslose Kapitulation... warum nicht gleich so?

Diese Strategie lässt sich auch bei anderen Spezien wiederfinden, die meist in engen Zusammenhang mit dem Lebensraum Hochschule stehen, dazu aber ein anderes Mal.
Die Odyssee endet dann mit Kleidungsstück in Form eines rosa T-Shirts mit Bambiaufdruck, was ich nun mein eigenen nennen darf.

Und warum das alles?, mag sich der verehrte Leser zu recht fragen, naja... erinnert ihr euch noch an den anfangs erwähnten Wahnsinn? Ja? -Ebend.

Der nächste Tag begann wie der erste, sprich die Sonne schien, das Gras grünte und ein paar Nazis schienen -zumindest gefühlt- nichts besseres zu tun zu haben als den Verkehr zu blockieren, was dann in einer kleinen Dortmundrundfahrt ausartete. Bei Dino angekommen wurde dann erstmal ausgiebig gefrühstückt und Dino den letzten Nerv geraubt ( den bekam er wenig später am Abend wieder). Unterstützt wurden wir dabei vom unseren Exulant(oder Exilierter?- muss ihn mal bei Gelegenheit fragen...)aus Wien, d.h. alsbald er den Kampf gegen Lenny gewonnen hatte und via Skype von seinen Heldentaten berichten konnte. Im Zuge der Förderung der Völkerverständigung zwischen Deutschland und Österreich bekamen wir eine Demonstration von Moes Streetview, zur vereinfachten Erfassung dieses Sachgegenstandes sei gesagt: Es handelt sich dabei um eine Art Open Street View nur mit dem Umstand, dass das (Welt-)Bild um 45° gedreht berichtigt ist.
Danach setzten wir unsere Irrfahrt durch Dortmund fort, um irgendwann in Duisburg zum Grillen aufzuschlagen. Während der Vertilgung von toten Vieh wurde ein Kind mit den Worten "schlechte Idee" ermahnt. Beneidenswert! Ich wünschte mir unweigerlich, dass das mal ab und zu jemand in meinen Leben  sagen würde (dazu s. Scrubs + fatal).
Zurück in Dortmund klang der Abend mit einer Runde "Wer bin ich" aus. Der Berufsethik zulieben haben wir die Bitschubser-Edition davon gespielt, bei der nicht nur schnöde ja oder nein möglich ist, sondern auch does not compute (wenig hilfreich aber zumindest sehr lustig ... für die anderen). Dabei begab es sich, dass wir Dave damit fast zum Wahnsinn getrieben haben -ja, zugegeben, bis dahin hätte er es jetzt nicht allzu weit gehabt. Hier nun sein kleines Rätsel:
Was ist...
  • weiblich
  • eine anthromorphe Personifizierung ("Gesundheit" - Zitat Mami, aus der dunklen Ecke, 2010-09-04)
  • trägt keine Kleidung oder wahlweise einen Blau.. ähm Grünmann
  • sammelt keine Zähne
  • sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht
  • und vorallem wurde von Dave mehrmals an diesen Tag in den Mund genommen. (Wer's mag...)
Die Auflösung dieses Rätsels ist einem der weiter unten aufgeführten Labels zu entnehmen. Kampai!

Fazit: Liebe Genossen und Genossinnen und die, die es nie werden wollen: Wir haben doch alle einen an der Waffel2 - und das ist auch gut so oder zumindest lustiger für uns.
Nachtrag: Inzwischen hat auch Felix zumindest ein paar seiner mäusischen Mitbewohner entdeckt . Oder sie ihn - who knows...



1 wahlweise kann bei diesem Schritt auch noch ein Vorschlag der feindlichen Seite erfolgen, eine Art Friedensangebot,  à la "unter Windows ist das folgende Tastenkombination..fasel"- man kennt ja schliesslich den Feind. Für den Gegenüber selbst eröffnen sich-so scheint es zumindest- völlig neue Dimensionen.


2Verwandtschaft (bzw. allgemeinhin jegliche Zusammenhänge) mit der Massenvernichtungswaffel sind beabsichtigt werden jedoch vehement abgestritten, sind daher nicht grundsätzlich auszuschließen.

1 comment:

  1. Mensch Beta, du legst ja gut los.
    Ich freu mich schon auf deine Berichte aus dem Walkiller- und Delfinmassakerland :P

    (und politisch korrekt sein ist doch eh out)

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